Strategische Visualisierung

Der Visualisierer hinter dem Strategie-Bild

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Der Visualisierer hinter dem Strategie-Bild

Visualisieren heißt übersetzt sichtbar machen, optisch darstellen und auch veranschaulichen – einen komplexen Zusammenhang, ein schwierig zu erklärendes Angebot bzw. Produkt, eine Idee, perspektivenreiche Sachverhalte oder Prozesse. Der Visualisierer – in einer partnerschaftlichen, co-kreativen Rolle – bringt es bildlich auf den Punkt und ist in der Lage, unübersichtliche Zusammenhänge eingängig dazustellen. In dieser Rolle nutzt er Kenntnisse der Psychophysik ebenso wie die Kognitionspsychologie, um den Betrachter da abzuholen, wo ihn das Ziel des Bildes hinführen soll. Untermauert wird dieses Fachwissen von dem Basiswissen der Farbenlehre oder dem strukturierten Bild-Aufbau damit das menschliche Auge geschickt durch die Inhalte des Bildes geführt wird.

Ein Visualisierer vereint vielfältige Fähigkeiten in einem lösungs- wie kundenorientierten Skillset. Dazu gehören:

  • Facilitation
  • Visuelle Darstellung
  • Kommunikationsdesign
  • Projektmanagement
  • Informationsarchitektur

Einem Visualisierer geht es folglich nicht um künstlerische Selbstverwirklichung, sondern um das Ziel seines Auftraggebers unter Berücksichtigung ästhetischer und gestalterischer Aspekte.

Ein Visualisierer als visueller Simultan-Übersetzer

Protokolle und Texte sind oft schwer zu rezipieren und noch schwerer zu behalten. Ein Visualisierer überwindet diese Hürde, indem er Inhalte verständlich in eine Bildsprache übersetzt. Schluss mit dem Content-Overload. Die Bildsprache schafft Nähe und Nachhaltigkeit, führt zu mehr Übersicht und bleibt damit in Erinnerung. Kompakt. Emotional. Einprägsam. Ein Visualisierer differenziert dabei zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem, steuert die Blickführung und die Informationshierarchie.

Der Prozess der Visualisierung

Ein Strategie-Bild entsteht nicht live während einer Veranstaltung, sondern in einem co-kreativem Prozess. Zwischen dem Auftraggeber dem Visualisierer entsteht ein verzahnter Dialog, in dem unter anderem die Zielgruppe definiert wird und erste Layoutideen abgestimmt werden. Es ist eine kreative Co-Produktion. Der Visualisierer interagiert mit dem Kunden, der seine Meinung, Ideen und sein Wissen einfließen lässt. Auf diese Weise bekleidet der Kunde einen wichtigen Part im Gestaltungsprozess. Dabei ist es wichtig, dass gerade die mit dem Bild abgeholt werden, die nicht persönlich diesem Prozess beiwohnen. Sie sind die Zielgruppe und müssen auf einen Blick die Message erkennen. Ein Strategiebild entwickelt sich von der Ideenskizze zu einer finalen Visualisierung durch diverse Iterationsschleifen aus Feedback und gestalterischer Zuspitzung. Es ist der beste Beweis für gelebte Transparenz und ein wertvolles Instrument, um die Zusammenarbeit und das gemeinsame Verständnis um eine Thematik in einem Unternehmen, einem Projekt, einem Prozess zu verbessern.

Maßnahmen zum nachhaltigen Erfolg eines Strategie-Bildes

Ein Strategiebild kann je nach Intention auch ein fortwährender Prozess sein. Durch Updates wächst das Visualisierte und wird als Teil eines lebendigen organisatorischen Prozesses stetig aktualisiert. Viele unserer Kunden setzen Strategiebilder als Instrument für eine Prozessbegleitung ein und schaffen damit einen Rahmen und Anker für alle Beteiligten.

Visuelle Unterstützung (Graphic Recording) von Online Meetings

Grundsätzlich ist es wichtig, ein Bild in ein Projekt, eine Organisation, in die interne Kommunikation zu integrieren und den Visualisierungsgedanken weiter zu tragen, zu manifestieren und das Verständnis für die Symbolik zu schärfen. Hier kann auch der Visualisierer einen wesentlichen Beitrag leisten.
In der ersten Phase eines Projektes stellt der Visualisierer gezielte Fragen.

Fragen, die im Vorfeld geklärt werden sollten:

  • Was ist das Ziel, welchem Zweck dient die Visualisierung?
  • Wie sieht der zeitliche Rahmen aus?
  • Wie hoch ist das Budget? In welchem Rahmen soll das Strategie-Bild erstellt werden?
  • Welche Detailtiefe benötigt das Bild für die beste Zielerreichung?
  • Wie lautet die Zielgruppe? Sind es Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner?

Kennen Visualisierer den Sinn und Zweck des Bildes, so kann für eine Lösung exakt in Richtung der Zielerreichung gearbeitet werden. Ein professioneller Visualisierer hat dabei die Haltung, dass das erstelle visuelle Werk nur ein Hilfsmittel im Prozess des Erreichen dieses Zieles ist. Prozess steht also über dem Produkt.

Fazit für ein optimales Bild-Ergebnis durch eine gute Prozesssteuerung

Ein gut geführter Prozess für die Erstellung eines Strategiebildes transportiert dessen Botschaften auf verschiedenen Ebenen, die vom Rezipienten bewusst oder unbewusst wahrgenommen werden. Aus schwerer Kost werden eingängige visuelle Appetithappen, egal um welche erklärungsbedürftigen Themen es sich dabei handelt, ob es beispielsweise um eine Neuausrichtung des Unternehmens, um Change-Management-Prozesse oder um mehr Teamarbeit geht.

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