Visual Facilitation für Innovation und Design Thinking

Lesezeit: 7 min

Innovation entsteht nicht am Flipchart – sie entsteht in den Köpfen der Menschen, die davor stehen. Doch genau hier liegt das Problem: Während dein Team in einem Design Thinking Workshop hunderte Ideen generiert, gehen 60% der wertvollen Impulse verloren, weil sie nur gesprochen, aber nie wirklich sichtbar gemacht werden. Post-its verschwinden, Diskussionen verlaufen im Kreis, und am Ende des Sprints fragt sich die Hälfte des Teams: „Was war nochmal unser Kernproblem?”

Visual Facilitation verwandelt dieses Chaos in Klarheit. Statt abstrakte Konzepte in PowerPoint-Bulletpoints zu pressen, macht sie Ideen in Echtzeit greifbar – durch smarte Fragen, Visualisierungen und Templates, die komplexe Zusammenhänge auf einen Blick erfassbar machen. Weil Menschen sich an Bilder erheblich besser erinnern als an Worte – und Innovation braucht ein kollektives Gedächtnis.

Tatsächlich nutzen wir Design Thinking Methoden (neben vielen anderen Modellen) in unseren Konzeptionsworkshops bei der Erstellung von Strategiebildern: In unserer VISUAL FACILITATORS Methode ist eine der intensivsten und wichtigsten Phasen die, in der der Entwurf eines Strategiebildes entsteht. Die Erfolgsfaktoren sind:

  • partizipativer, co-kreativer Ansatz:
    Alle Beteiligten werden aktiv in den Gestaltungsprozess eingebunden, sodass unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in das Strategiebild einfließen können.
  • dialogbasiertes Vorgehen (Fragen stellen, Ideengenerierung, Austausch):
    Durch gezielte Fragen, offenen Austausch und kreative Ideengenerierung entsteht ein gemeinsames Verständnis für die Zielsetzung und die gewünschte Wirkung des Strategiebildes.
  • nutzerzentrierte Ausrichtung:
    Der Fokus liegt immer auf den Bedürfnissen und Erwartungen der Zielgruppe, um sicherzustellen, dass das Ergebnis verständlich, relevant und inspirierend ist.
  • iterative Entwicklung und schnelles Feedback:
    Ideen werden früh skizziert, visualisiert und gemeinsam reflektiert. So lassen sich schnell Rückmeldungen und neue Impulse in den Gestaltungsprozess integrieren.
  • Mut zu neuen Denkansätzen:
    Durch die Anwendung von Methoden aus dem Design Thinking fördern wir kreatives Denken und ermutigen dazu, auch ungewöhnliche Lösungswege zu gehen.
  • transparente Zusammenarbeit auf Augenhöhe
    Kunden und Workshopteilnehmende werden als gleichwertige Partner gesehen, deren Input maßgeblich zur Qualität des finalen Strategiebildes beiträgt.

Diese Faktoren sorgen dafür, dass aus einer ersten Idee gemeinsam ein wirkungsvolles, maßgeschneidertes Strategiebild entsteht – klar, einprägsam und voller Innovationskraft.

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Ausschnitt einer Visualisierung

Innovation im Unternehmen – Herausforderungen und Ziele

Die üblichen Herausforderungen sind:

  • Widerstand gegenüber Veränderungen – Mitarbeitende und Führungskräfte halten oft an bewährten Strukturen fest und begegnen Neuem mit Skepsis.
  • Fehlende Innovationskultur – Kreativität und unternehmerisches Denken werden im Alltag häufig nicht systematisch gefördert.
  • Silodenken und mangelnde bereichsübergreifende Zusammenarbeit – Informationen und Kompetenzen bleiben in einzelnen Abteilungen „gefangen“.
  • Angst vor Fehlern und Scheitern – Innovationsprozesse werden ausgebremst, weil Risiken und Unsicherheiten vermieden werden sollen.
  • Unklare Zielsetzungen und fehlende Vision – Ohne ein gemeinsam getragenes Ziel verlaufen Innovationsinitiativen oft im Sande.
  • Zu lange Entscheidungswege – Innovationsideen verlieren an Schwung, wenn sie in langwierigen Abstimmungsprozessen stecken bleiben.
  • Ressourcenknappheit – Zeit, Budget oder personelle Kapazitäten für Innovationen sind oft begrenzt.
  • Komplexität und Überforderung – Die Vielzahl an Trends, Technologien und Marktanforderungen erschwert es, den Überblick zu behalten und gezielt zu handeln.

Am ehesten sind es Industrie-Technologieführer, Automobilzulieferer, SaaS- und Software-Unternehmen, bei denen ein konstanter Strom von Innovation nicht nur überlebenswichtig ist, sondern auch am häufigsten zu finden ist.

Eine echte, gelebte Innovationskultur ist in Unternehmen schwierig zu etablieren. Doch sobald sie einmal steht, trägt sie sich von alleine, wenn ein positiver, sich selbstverstärkender Zyklus bzw. ein Schwungrad am Laufen ist. Das reduziert dies Innovationsängste und macht Veränderung als positive Kraft erlebbar. 

Das ist dann echte Agilität: Visual Facilitation beschleunigt die Feedback-Zyklen und macht den Innovationsprozess adaptiver und zielgerichteter.

Wie visuelle Prozessbegleitung Innovation fördern kann

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Ausschnitt einer Visualisierung

„Prozessbegleitung” ist das Wort, mit dem sich Facilitation am ehesten übersetzen lässt. 

Gemeint ist damit die aktive, gestaltende und partizipative Unterstützung von Teams und Organisationen auf ihrem Weg durch komplexe Innovations- und Veränderungsprozesse. 

Visuelle Prozessbegleitung geht dabei weit über die reine Moderation hinaus: Sie schafft durch den gezielten Einsatz von 1. Facilitation-Tools (Fragen, Gruppeninterventionen, co-kreative und emergente Haltung) und 2. Visualisierung (Bilder, Skizzen und visuelle Templates) eine gemeinsame, für hochwirksame Arbeitsgrundlage.

Dadurch werden komplexe Zusammenhänge verständlich, abstrakte Ideen greifbar und unausgesprochene Annahmen sichtbar gemacht. Visuelle Prozessbegleitung fördert die Beteiligung aller Beteiligten, stärkt das gemeinsame Verständnis und steigert die Motivation, aktiv an Lösungen mitzuwirken. 

Besonders in Innovationsprozessen ermöglicht sie es, verschiedene Perspektiven zusammenzuführen, kreative Denkprozesse anzuregen und Ergebnisse schnell sichtbar zu machen. So entsteht ein dynamisches, kollaboratives Arbeitsklima, in dem Innovation nicht dem Zufall überlassen wird, sondern gezielt gefördert und gestaltet werden kann.

Unternehmen, in denen ein internes Team von Facilitatoren wirkt, haben am wenigsten Hürden zu nehmen. Facilitation zutiefst verstanden, und zwar als Handwerk, und dann mit visuellen Methoden angereichert, sorgt für eine Förderung von Innovation für das Kerngeschäft.

Ein Facilitator nutzt hierfür ein großes Spektrum visueller Methoden, wie sie auch im Design Thinking zu finden sind, und darüber hinaus: Flipcharts, Post-it-Notes, visuell vorgezeichnete Templates die Workshopteilnehmer ausfüllen, Visual Recording und vieles mehr. Sowohl Workshopteilnehmer als auch Mitarbeiter im Tagesgeschäft sind involviert

Glaubenssätze wie „ich kann nicht zeichnen“ oder „es muss gut aussehen“ sind gelöscht und überschrieben mit Mut und „wir ergänzen uns“: Fokus auf gehirngerechtes, vernetztes, multiperspektivisches Arbeiten, das jede Komplexität in den Griff bekommen kann.

Der Nutzen von Design Thinking in der Konzeption von strategischen Visualisierungen

  • Involviert den Kunden in den Entstehungsprozess und fördert die Co-kreative zusammenarbeit
  • Minimiert Iterationsschleifen und das Risiko eines Change Requests 
  • Stärkt die Nutzerzentrierung mit Fokus auf die Zielgruppe und den Menschen im Allgemeinen

Und dazu braucht es das richtige Mindset

Mit welchem Verständnis wenden wir Design Thinking in Visual Consulting und Strategie-Visualisierung an?

  • Als Framework, das Orientierung und Richtung gibt (Wo stehen wir gerade? Was ist der nächste Schritt? )
  • Als iterativen Prozess, der ein Vor- und Zurückspringen zwischen den Stufen ermöglicht.
  • Mit der Intention, dass sich der Prozess natürlich anfühlen sollte.

Und wie sollten wir es NICHT nutzen?

  • Als Ablauf den man sklavisch einhalten sollte.
  • Zu versuchen, einen gerade richtig gut laufenden Workshop zwingend auf den Design Thinking Prozess anzupassen.
  • Als Allheilmittel, was einen Facilitator und damit eine gute Anleitung des Workshops überflüssig macht.

Visual Consulting und Strategiebilder – Ablauf anhand der Design Thinking-Phasen

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Ausschnitt einer Visualisierung

Empathize

Zweck

Sammeln von Informationen zum Nutzer/Anwender/Kunden

Anwendung: Überwiegend im ersten Beratungsgespräch und im Briefing.

Best Practices:

  • Divergentes Denken: Den Raum öffnen für Input.
  • Zielgruppe: Pain Points und Bedürfnisse erfragen. Personas können helfen die Zielgruppe klarer zu zeichnen. 
  • Klarheit in der Zielgruppe liefert uns später im Workshop Informationen z.B. zu Informationstiefe, Bildwelt, Analogie, Humor.
  • Eigene Annahmen beiseite schieben und offen sein für neue Erkenntnisse und Perspektiven.

Define

Zweck

Muster erkennen und Problem definieren

Anwendung: Schwerpunkt im Beratungsgespräch und Briefing

Best Practices:

  • Konvergentes Denken: Zusammenfassen, Schlüsse ziehen 
  • Blick auf die Erkenntnisse: Was sind die zentralen Bedürfnisse?
  • Ein Problem Statement formulieren, also eine klare Problemdefinition. Das geht beispielsweise mit Personas.

Ideate

Zweck

Sammeln von Ideen zur Lösung des Problems

Anwendung: überwiegend im ersten Viertel des Konzeptionsworkshops

Best Practices:

  • Den Konzeptionworkshop auf ein „Problem Statementausrichten und dieses zu Beginn klar kommunizieren.
  • Den Raum öffnen für Ideen. Deutlich machen: „Jetzt geht es erst einmal darum, Ideen zu sammeln!“ (assoziativ, emotional, fantastisch …)
  • Selbst Vorschläge machen.
  • Für die Teilnehmenden sichtbar Notizen und kleine erste Scribbles machen.
  • Die Ideen der Teilnehmenden loben / wertschätzen!

Prototype & Test

Zweck

Erkenntnisse sammeln und strukturieren. Erstellen und Testen von Prototypen

Anwendung: Überwiegender Anteil des Konzeptionsworkshops.

Best Practices:

  • Zusammenfassen der Ergebnisse auf das Wesentliche (konvergentes Denken).
  • Ideen auswerten, mit den Bedürfnissen der Zielgruppe abgleichen. Wenn nötig, das „Problem Statement in Erinnerung rufen.
  • Weiterer Indikator: Was muss die Zielgruppe verstehen und was führt zu Überforderung („Wie tief tauchen wir?“).
  • Konkretere Skizzen erstellen diese erklären und Fragen stellen.
  • Feedback direkt einbinden.
  • Wenn nötig, zurück zu „Ideate“ gehen.

Die Vorteile und Errungenschaften einer solchen Innovationskultur:

  • Innovation beginnt im Kopf: Visual Facilitation macht mentale Modelle sichtbar und schafft damit die Basis für echte Durchbrüche im Design Thinking Prozess
  • Die Kraft der Metaphern: Durch visuelle Analogien werden komplexe Innovationsherausforderungen greifbar und inspirieren zu unerwarteten Lösungsansätzen
  • Vom Problem zur Lösung: Visual Facilitation unterstützt den gesamten Design Thinking Prozess – vom tiefen Verständnis der Nutzer-Bedürfnisse bis zur Prototypen-Entwicklung
  • Co-Creation auf neuem Level: Wenn alle Teilnehmer gemeinsam visualisieren, entstehen reichhaltigere Ideen und ein tieferes gemeinsames Verständnis der Innovationsziele 
  • Schnelles Prototyping: Skizzen und visuelle Modelle ermöglichen frühes Feedback und schnelle Iterationen – lange bevor aufwändige digitale Prototypen entstehen
  • Innovation demokratisieren: Visual Facilitation macht komplexe Technologie- und Innovationsthemen für alle Stakeholder zugänglich und diskutierbar
  • Visuelle Synthese: Unterschiedliche Perspektiven und Ideen werden durch Visualisierung zu ganzheitlichen Innovationskonzepten verbunden
  • Vom Silo zum System: Visual Facilitation hilft, isolierte Innovationsansätze zu vernetzen und Synergien sichtbar zu machen

Fazit: Visual Facilitation als Schlüssel zu nachhaltiger Innovation

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Visual Facilitation und Design Thinking im Zusammenspiel bilden eine starke Grundlage für erfolgreiche Innovationsprozesse in Unternehmen. Die Kombination aus partizipativer Zusammenarbeit, kreativen Methoden und visuellen Techniken ermöglicht es, komplexe Herausforderungen greifbar zu machen, Silodenken zu überwinden und eine echte Innovationskultur zu etablieren. 

Durch die gezielte Prozessbegleitung werden alle Beteiligten eingebunden, unterschiedliche Perspektiven sichtbar gemacht und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickelt. Die iterative Vorgehensweise mit schnellem Feedback fördert nicht nur den Mut zu neuen Denkansätzen, sondern sorgt auch für Klarheit, Orientierung und eine hohe Identifikation mit den Ergebnissen. 

Visual Facilitation demokratisiert Innovation, steigert die Beteiligung und beschleunigt die Umsetzung von Ideen – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße. Wer nachhaltige Innovation fördern möchte, kommt an visueller Prozessbegleitung und der Integration von Design Thinking nicht vorbei: Sie sind der Schlüssel zu mehr Agilität, Kreativität und langfristigem Unternehmenserfolg.

Gestalte die Zukunft deines Unternehmens – mit den Experten von VISUAL FACILITATORS

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Ausschnitt einer Visualisierung

Du möchtest Innovation in deinem Unternehmen nicht dem Zufall überlassen, sondern gezielt fördern und sichtbar machen? Dann ist jetzt der richtige Moment, um gemeinsam mit VISUAL FACILITATORS einen neuen Weg einzuschlagen! Wir unterstützen dich dabei, innovative Ideen zu entwickeln, komplexe Zusammenhänge zu visualisieren und nachhaltige Veränderungen anzustoßen – und das alles mit einer einzigartigen Kombination aus Design Thinking und Visual Facilitation.

Was dich bei uns erwartet:

  • Individuelle Konzeptionsworkshops: Wir gestalten maßgeschneiderte Workshops, die auf deine Bedürfnisse und Ziele abgestimmt sind.
  • Partizipative Methoden: Du und dein Team werdet aktiv eingebunden – für mehr Identifikation und bessere Ergebnisse.
  • Kreative Visualisierung: Komplexe Themen werden durch Bilder, Skizzen und Strategiebilder greifbar und inspirierend aufbereitet.
  • Erfahrene Facilitatoren: Profitiere von unserem Know-how aus zahlreichen Projekten und Branchen.
  • Schnelles Feedback & Co-Creation: Iterative Prozesse und direkter Austausch sorgen für schnelle Fortschritte und nachhaltige Lösungen.

Warte nicht länger! Lass uns gemeinsam die Innovationskraft in deinem Unternehmen entfesseln und den Wandel aktiv gestalten. Kontaktiere uns noch heute für ein unverbindliches Erstgespräch.

FAQ

Was ist Visual Facilitation und wie unterscheidet es sich von klassischer Moderation?

Visual Facilitation nutzt gezielte Visualisierung, um komplexe Themen greifbar zu machen und die Zusammenarbeit zu fördern. Im Gegensatz zur klassischen Moderation werden Ideen, Prozesse und Ergebnisse sichtbar gemacht und für alle Beteiligten verständlich dargestellt.

Warum ist Design Thinking in der Entwicklung von Strategiebildern sinnvoll?

Design Thinking bringt eine nutzerzentrierte, kreative Herangehensweise in den Workshop-Prozess. So entstehen maßgeschneiderte Strategiebilder, die praxisnah, relevant und direkt umsetzbar sind.

Kann heutzutage KI (künstliche Intelligenz) Design Thinking ersetzen?

Design Thinking ist eine sehr Menschen- und Nutzerzentrierte Tätigkeit – und KI deckt nur einen kleinen Teil davon ab. Die Methode hat auch eine Fülle von taktilen, analogen und physischen Anteilen, die das Gehirn anregen und ganzheitlich wirken – etwas was KI nicht beherrscht. In dem Sinne ist der klassische Ansatz einer reinen KI-Vorgehensweise haushoch überlegen, wobei KI eventuell in Teilbereichen unterstützen kann.

Wie kann ich mit VISUAL FACILITATORS starten?

Kontaktiere uns einfach für ein unverbindliches Beratungsgespräch, in dem wir deine Ziele und Wünsche besprechen. Gemeinsam finden wir das passende Workshop-Format für dein Unternehmen und setzen den Innovationsprozess in Gang.

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